4.8. Letzter Montag
Y. war done mit ihren Morgennaps! Meine hm entschied in meiner
letzter Woche, dass ihr Tochter langsam daran gewöhnt werden sollte, nur
noch mittags zu schlafen.
Das klappte auch ganz gut. Und so
schlief sie demnach mittags länger. Leider bekam ich von der Erneuerung
ihres schedules nicht mehr sooo viel mit... genauer gesagt nur noch
knapp 3 Tage. Aber naja... :D
Meine Nachfolgerin
Marion aus Frankreich ist an diesem Tag in der Cultural Care Trainingschool angekommen. Ihr Flug landete nachmittags in NY, ähnlich wie bei mir. Ich nahm mit ihr Kontakt auf, um zu hören, ob alles geklappt hatte. Sie schrieb, wie immer, nicht viel, aber es hatte alles problemlos geklappt- nur sehr müde war sie.
Marion nahm das Flugzeug von Paris aus und Cultural Care hatte ihr einen
Flug über London gebucht. Wie gut einfach, dass ich damals von
Frankfurt aus einen Direktflug hatte!
Ich sprach an dem Abend mit M. über Marion. Ihr könnt euch sicherlich
daran erinnern, dass ich euch erzählt habe, wie unpassend ich das Mädel
als nachfolgendes Au Pair fand und dass sie mir ganz merkwürdige E-Mails
schrieb - mit Fragen, die rein absolut gar nichts mit Y. oder der
Familie zu tun hatten. Bis auf ca. zwei sinnvolle Fragen, ob sie irgendetwas
nicht mögen (wegen den Gastgeschenken) und noch irgendeine ähnliche
Frage... und das war's aber auch schon. Die anderen Fragen hatten nur
etwas mit Freizeitaktivitäten zu tun oder Reisen.
Wirklich
symphatisch war sie mir also nicht und so schleppte ich das monatelang
mit mir herum. An diesem Abend entschied ich mich aber, meiner hm davon
zu berichten. Wisst ihr, Y. war wie eine Tochter für mich, und da will
man natürlich, dass die Nachfolgerin einen genauso guten Job wie du
selbst machst. Deshalb müsste das Aussuchen eines neuen Au Pairs für die
Gastmutter noooch viel wichtiger sein und deshalb verstand ich
bestimmte Argumente meiner hm nicht, warum es ausgerechnet Marion sein
sollte... Die Aussagen, die sie gebracht hat, können ja nicht der
Ausschlaggeber gewesen sein, wie: "Sie beschreibt, sie würde immer so viel
lachen, dass ihre Freundinnen schon genervt davon sind. Y. ist auch
immer am lachen ist und sie braucht ein neues Au Pair, die auch immer
lacht..." oder: "Das Datum ihres angegebenen Ausreisedatum passt
perfekt- wenn du uns verlässt, kommt sie." "Sie hat einen Neffen im
gleichen Alter und hat immer auf ihn aufgepasst!" Naja, und dann noch
der Aspekt, dass sie französisch spricht, und ihnen ja eh wichtig war,
dass Y. Deutsch oder Französich lernt, war die einzige gute Begründung,
sie als meine Nachfolgerin zu platzieren... Aber egal jetzt :D
Jedenfalls meinte ich zu meiner hm, dass mir die E-Mails und die Fragen,
die sie mir stellte, nicht gefielen und kein einziges Mal Y. dabei
erwähnt wurde. Meine Gastmutter hat die Eigenschaft (was ja auch eig.
eine sehr gute Eigenschaft ist), dass sie Menschen immer gleich
beschützt und das Gute in ihnen sieht. So meinte sie dann: "Marion fragt
mich dafür sehr viel über Y. aus und wegen ihren Fragen bezüglich dem
Reisen und deiner Freizeit, leigt wahrscheinlich daran, dass sie erst
ein Mal in ihrem Leben geflogen ist und noch nicht sonderlich viel von
der Welt gesehen hat und ich das irgendwie verstehn müsse..." Aber dass sie mich nicht nach Y. fragte, fand sie auch komisch. Darauf schaute sie etwas merkwürdig drein und sagte nur: "Hmmm..."
Das hatte
M. natürlich alles sehr lieb gesagt. Das Schönste an der Sache war, dass ich
meine Meinung über sie zumindest mal von der Seele reden konnte, mit dem
Match nicht glücklich gewesen zu sein. Das andere Schöne an der Sache war, dass sie am Ende zu mir sagte: "Don't worry, Ina, she's not you!" Dabei
verstand sie vielleicht auch ein bisschen meine Eifersucht, was jedes Au
Pair mit halbwegs gesundem Menschenverstand nun mal hatte, wenn das
Jahre sich dem Ende zuneigt - und auch noch darüber hinaus.
5.8. Letzter Dienstag
Letztes Playdate mit Baby E. und Au Pair Freundin Sam
Wie ihr es schon bei dem Eintrag von meiner "Goodbye-Party" lesen konntet, hatte ich mir eine Amerikanische Flagge gekauft gehabt, wo ich alle meine Freunde unterschreiben lassen wollte - plus Gastfamilie natürlich.
Da Sam bei meiner Party nicht dabei sein konnte, nahm ich die Flagge zu dem Treffen einfach mit, um sie unterschreiben zu lassen.
Da Y. morgens nicht mehr schlafen sollte, verlief der Morgen viel, viel entspannter, Kind und alles andere, wie die Wickeltasche fertig zu machen. Ich musste nicht warten, bis sie aufwacht und so konnten Sam und ich ganz easy eine Uhrzeit ausmachen.
Wir trafen uns in der Nähe vom Lincoln Memorial - war ein mega heißer Tag und unsere Mädels im Kinderwagen schwitzten ganz schön. Wir liefen am Reflecting Pool entlang, machten uns über die Touristen lustig, haha, und blieben letztendlich ein bisschen bei den Enten stehen, die sich dort und in der Nähe vom Washington Monument auf der großen Wiese tummelten. Unsere Gastkinder zeigten mit den Fingern auf sie und hatten ihren Spaß. E. war auch ganz schön groß geworden! Aber sie war eeeindeutig dünner, als Y., haha.
Am Monument vorbei gelaufen, suchten wir erstmal ein schattiges Plätzchen und fanden einen kleinen "Park", den ich zuvor nie richtig wahrgenommen hatte. Dort gab es sogar einen kleinen Teich. Wir breiteten unsere Babydecken aus und veranstelteten ein kleines Picknick. Unsere Kiddis bekamen ein paar Snacks und Y. bekam auch gleich ihren Brei.
Sam unterschrieb auf meiner Flagge und auf dem Rückweg schliefen unsere Mäuse im Kinderwagen ein.
Nachmittags, gegen 4pm waren Y. und ich wieder zu Hause und um 5pm kam K. wieder von der Arbeit zurück. Natürlich war aber seine Arbeit noch nicht getan. mitsamt dem Laptop knallte er sich auf die Couch im Spielzimmer. Natürlich weiß man so was total zu schätzen, wenn es dem Ende zugeht. Natürlich habe ich oft beschrieben, wie nervig es teilweise war, aber an diesem Tag, war es mir nur recht, noch ein bisschen Zeit mit der Kleinen und meinem Gastvater allein zu verbringen.
Nachmittags, gegen 4pm waren Y. und ich wieder zu Hause und um 5pm kam K. wieder von der Arbeit zurück. Natürlich war aber seine Arbeit noch nicht getan. mitsamt dem Laptop knallte er sich auf die Couch im Spielzimmer. Natürlich weiß man so was total zu schätzen, wenn es dem Ende zugeht. Natürlich habe ich oft beschrieben, wie nervig es teilweise war, aber an diesem Tag, war es mir nur recht, noch ein bisschen Zeit mit der Kleinen und meinem Gastvater allein zu verbringen.
Wenig später kamen auch Opa und Oma vorbei- natürlich wieder mit ihren Pappkisten, die sie immer mitbrachten, wo das zubereitete Essen schon drin warm was dann nur noch zum Aufwärmen in den Ofen kam. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, bekomme ich einen richtigen Kloß in den Hals.
Ich weiß nich, wie B., die Gastoma, mich in den Arm nahm uns sagte: "Der letzte Dienstag, Ina!"
Und so ging das jeden Abend in der letzten Woche- nur, dass es jeden Abend natürlich ein andere Wochentag war. :( Denn am nächsten Abend, war es schon der letzte Mittwoch... :(
Ich fand es total schön, dass die Großeltern in der letzten Woche wirklich jeeeeden Abend nochmal vorbeikamen und sie auch für mich meine liebsten Libanesischen Speisen kochten.
Das dinner war dennoch super und wir unterhielten uns auch nicht gequählt zwanghaft über mein baldiges Aufwiedersehen. Das Dinner war ganz normal, wie immer, und genossen es einfach.
Nach dem Dinner habe ich noch ein bisschen am Laptop gehongen und Marions Blog gefunden, von dem mir meine hm erzählt hatte. Natürlich war er auf Französisch aber Dank dem Google Übersetzer, wurde das ganz schnell herausgefunden, was sie da so schrieb.
War super langweilig, ehrlich gesagt :D (Ich weiß, ich bin gemein).
Als das Stalken ein Ende hatte, wurde noch ein bisschen weiter gfür den Reisemonat gepackt.
1 Koffer war ja schon bereits fertig gepackt, wo Sachen drin waren, die ich für den Reisemonat nicht brauchte. Der stand schon seelenruhig im Gästezimmer herum, was von Freitag auf Samstag Nacht mein Zimmer werden würde und dann noch die letzten 2 Nächte, nach meine, Reisemonat. Denn in meinem Au Pair Zimmer schlief ab Freitag Nacht, den 8. auf den 9.8., meine Nachfolgerin Marion darin. An diesem Abend wurde mir richtig bewusst, das ich nur noch 2 Nächte in diesem Bett schlafen würde. Ich wollte teilweise echt nicht wahrhaben, dass eine andere in "meinem" Zimmer schlafen würde. Als allererstes Au Pair in dieser Familie war das natürlich nochmal ne ganz andere Nummer, als vielleicht bei meinen Freundinnen, die tweilweise schon bereits das 5. oder 6. Au Pair in der Familie waren. Aber bei mir war es einfach der Erstbezug für das vorbereitete und renovierte Au Pair Zimmer- praktisch also wirklich meeeein Zimmer. Ich hätte am liebsten in diesem Moment die Wände heruas gerissen mitsamt der Innenausstattung, und in meinen überfüllten Koffer gesteckt.
Dabei muste ich an die Belüftungs-Story denken, die ich gleich am ersten Abend erzählen konnte.
Ich hatte in meinem Zimmer das "Innenleben" der hauseigenen Klimaanlage. Dann gab es noch einen "Schlitz" an der Wand und an der Decke befand sich die Klimaanlage, wo man die Ritzen zuschieben konnte, damit die teilweise eiskalte Luft nicht zuuu krass ins Zimmer wehen konnte. Kurz gesagt: das Gebrumme vom "Innenöeben im Nebenzimmer (hatte ja zwei Räume), war alles andere als leise und ich muss mich gerade daran erinnern, wie mir zumute war, als ich eingezogen bin. Ich hatte echt Tränen in den Augen und ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie ich das ein ganzes Jahr lang aushalten sollte. Alleine schon die Kälte im Zimmer (meine hm hatte mir ein paar Tage danach gezeigt, dass man die Ritzen zuklappen kann), die wenigen Steckdosen und die teils ungebeteten Tier-Besucher. Mir wird ganz komisch, wenn ich so überlege, wie ich an dem Abend drauf war; was wieder einmal zeigt, wie sehr mich das Jahr verändert hat. Ich hatte für alles eine Lösung gefunden - das Steckdosenproblem hatte sich in Luft aufgelöst, da ich eine Verlängerung am nöchsten Tag fand, und das Kälteproblem war reine Gewöhnungssache - genauso wie das laute Brummen des Klimaanlage-Maschinenraums. Wisst ihr was? Das Geräusch mochte ich nach Wochen richtig! Es hatte mich sogar beruhigt! Unvorstellbar :D Hier nochmal der Link meiner kleinen Zimmer-Story noch ganz am Anfang.
Ich mochte das Zimme also eigentllich immer, auch, wenn es nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick war - also das schon, aber dann näher betrachet erstmal nicht mehr so :D
Aber diese uneingeladene Tiere waren echt immer eklig. (so komsiche Käfer mit Panzer.... bääääh).
Trotzdem habe ich mein Au Pair Room geliebt. Es war einfach wirklich meeeein Zimmer...
Hannah hatte auch immer zu ihrem Zimmer das Gleiche gesagt... auch, wenn sie nur ungemütliche Fliesen darin hatte und eine Ratte, die irgendwann einm ngeblich in der Abstellkammer gehaust haben soll, und Hannah einen Cheesecake nach über einem halben Jahr im Nebenraum im Kühlschrank liegen hatte. Sag mal, ob der da immer noch liegt??? :D Hannah, du bist einfach ne Sau!!! :D Aber ich hab dich trotzdem lieb.
Jedenfalls meinte sie mal, als wir bei ihr zusammen scrapbooking gemacht haben und dabei auf dem Boden saßen, dass sie sich trotzdem mega wohl fühlt und es halt auch einfach IHR Zimmer ist und wir sonst ganz bestimmt nicht einfach auf dem Boden gesässen, gebastelt und im Pyjama herum gehockt hätten.
Bevor ich schlafen ging, wurde noch ein paar Dokumente zusammen gesucht und eine kleine Mappe für meine Reisemonat angefertigt. Ich wollte sicher gehen, dass ich für den Notfall auch Telefonnummernauf eiem Blatt Papier hatte.
Wann geht's endlich weiter? �� Würde mich so freuen die letzten Tage "mitzuerleben" und sei Fazit hören ��
AntwortenLöschen