Dienstag, 25. August 2015

03.08. Tag 357 Washington Monument 2. Mal

Letzter, offizieller Samstag als Au Pair in den Staaten! Unglaublich.

Wenn ich jetzt so darueber schreibe, um euch endlich einen Einblick in meine letzte Zeit in Amerika zu geben, find ich das ganz seltsam. Sicher seid ihr schon ganz gespannt, wie ich davon berichte (was ich auch noch definitv nachholen werde), wie es mir ergangen ist. Wie war der letzte Tag mit meiner Gastfamilie? Wie war mein Reisemonat? Wie war das Gefuehl zurueck in Deutschland zu sein? Wie haben meine Freunde mich aufgenommen? Haben sie bemerkt, wie sehr ich mich veraendert habe? Was mache ich nun? Wo arbeite ich? Wie sieht mein Alltag aus? Wie lange habe ich gebraucht, wieder "angekommen" zu sein? Fragen ueber Fragen, ich weiss! Die werde ich aber noch beantworten, versprochen! Leider, wie ihr ja schon bemerkt habt, komm ich wirklich rein gar nicht dazu, endlich mal ein "Happy End" unter meinen Blog zu setzten. Aber ein Ende gibt es eh nicht. Eher wieder ein Neuanfang! Damit meine ich nur, dass ich das "Au Pair-Kapitel" hier nun bald beenden moechte - dies kann ich aber erst tun, wenn ich ueber jeden restlichen Tag meines Au Pair Daseins berichtet habe. Das moechte ich fuer meine persoenliche Erinnerung tun und natuerlich fuer meine Freunde, Familie und meine treuen Leser, die ich hoffentlich nicht schon verkrault habe, weil es als nicht weiter geht. Aber wie gesagt, keine Sorge! Still gelegt ist er nicht. Er ist nur ein bosschen eingestaubt und eingerostet.

Nun moechte ich euch also von meinem letzten Samstag, als Au Pair in DC, berichten:

Heute habe ich Michelle das vorerst letzte Mal gesehen. Ich erinnere mich noch genau daran, als wor uns bei der Metrostation (glaube es war Metrocenter) veranschieden mussten. Sie ist glaub ich 1 Tag spaeter als ich in den Reisemonat mit einer Freundin. Wir wuerden uns also ewrst wieder in Deutschland begegnen - klar, fuer eine tolle Reunion!

Ein paar Wochen vorher, hatte ich Tickets fuer das Washington Monument reserviert. Wie ich das 1. Mal dort alleine verbracht habpe, davon habe ich euch ja schon berichtet. Da es abends war, wollte ich es nochmal im Hellen erleben und so fragte ich herum, wer Lust hat. mich zu begleiten. In dem Falle war es Michelle, die Lust und Zeit hatte.
Ich kann mich noch dran erinnern, dass sie mega verkatert ankam, da sie die Nacht vorher auf einer houseparty war.Ja, genau, so ne richtig Gute, mit roten Bechern, wie aus dem Fernsehen. Ich, leider als Stadt-Au-Pair, konnte solch typischen houseparties leider nie mitereben, da diese meist in so ganz grossen Haeusern, eher auf dem "Kaff" im Amiland, stattfinden. Also praktisch da, wo zum beispiel Carina, oder Swantje wohnte. Vielleicht koennt ihr euch noch dran erinnern. Berichtet oft davon, in welch toller Ami-Syrasse Swantje wohnte - es sah einfach genau so aus, wie in der Strasse von Desperate Housewifes. Auch die Haeuser und alles. Die einzige "Rote Becher Housepary", wo ich je gewesen bin, war an Silvester. Ja, genau, das schlechteste Silvester aller Zeiten! Vielleicht koennt ihr euch ja auch noch dran erinnern. Aber kann nicht alles haben, ne?

Stunden vorher, bevor ich ueberhaupt mit Michelleverabredet war, schlenderte ich noch ein bisschen durch meine Lieblingsecken in der Naehe vom Metrocenter, Weissen Haus, meine "oeffentliche private Toilette" (kennt ihr die noch? :D), und da halt, wo ich immer herum gelaufen bin und mich soooo wohl fuehlte.
Ich kaufte das letzte Mal meine Lieblings-Snicker-Sorte "Peantbutter", die ich manchmal nicht gegessen sondern gefressen habe, und goennte mir einen 1 Dollar Arizona Icetea.

Am Washington Monument angekommen, hatte ich schon Angst, dass Michelle nicht kommen wuerde.  Letztendlich kam sie gerade noch so, als Einlass war.
Es war echt toll, alles nochmal sehen zu koennen und langweilig war es fuer mich kein bisschen. Da ich nun alles im hellen bestaunen konnte, wurden nochmal Haufen weise Fotos gemacht.

Wieder unten angekommen, veranstalteten Michelle und ich noch ein kleines Fotoshooting am Monument und dann noch welche, wo im Hintergrund das Lincoln Memorial zu sehen ist.
Ein verfressenes Au Pair, wie wir, hat dann natuerlich auch irgendwann Hunger, und so ueberlegten wir, wo unser gemeinsames, letztes lunch in DC stattfinden sollte. Etwas typisches Amerikanisches sollte es natuerlich sein und etwas, was einfach Standart ist und wir in Deutschland mega vermissen werden... Hmm... was war es? Natuerlich "Panera Bread". :D

Da wir uns in downtown befanden, mussten wir bis nach Chinatown laufen, wo der Naechste war. Ja, Hannah, unser Lieblings-Panera in Tenleytown toppt natuerlich keiner!
Da mich dieses lunch auch wieder mega an Hannah erinnerte, wurden mit ihr erstmal ein paar lustige voice mails ausgetauscht. Sie war natuerlich echt neidisch, da sie schon wieder in Deutschland angekommen war. Schon komisch alles irgendwie... Sie längst wieder in good old Germany, und ich immer noch in den Staaten.

Danach hieß es: Saying goodbye. Wir verabschiedeten uns unten an der Metro. Michelle musste die Orange nehmen - ich die Rote. War schon mega traurig der Abschied, da wir beide auch wirklich oft etwas unternommen hatten. Wir begannen am gleichen Datum, wenn auch bei unterschiedlichen Agenturen, erlebten die Weihnachtszeit in NY, fuhren zusammen nach Pittsburgh, waren auf dem Monument, ließen uns auf dem Color Festival bunt anmalen, feierten Fasching - (ja auch in den USA) und betranken uns danach im Eden, um ihren Geburtstag zu feiern :D Ja, schon ein recht legendärer Arbeit :D Außerdem versuchte ich ihr während ihrer Rematch-Zeit zurseite zu stehen. Michelle werde ich definitiv nicht vergessen. (Leider meldet sie sich kaum noch, was mich ein bisschen traurig macht, obwohl sie ja noch nicht mal weit weg von mir wohnt. Aber so ist das halt manchmal). Ich hab sie dennoch sehr lieb gewonnen. 
Als ich also Richtung red line ging und sie Richtung Orange und ich mich nochmal zu ihr umdrehte, sah ich ihr an, dass sie etwas weinen musste. Jaa... so ein Au Pair Jahr schweißt halt doch schon zusammen...

Den Abend verbrachte ich mit meiner host family und mit einem (wie immer) leckeren dinner.
Da ich hier ja nur nacherzählen kann, was damals vor fast einem Jahr (oh Gott, ja! Es wird bald schon 1 Jahr! Ich muss mich ran halten...) genau passiert ist, sind meine Notizen nur geblieben, was ich an den letzten Tagen erlebt habe. Z.b: erlese ich hier: "K. hat Tränen gelacht". Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass er beim dinnern einen Witz riss und einfach nicht mehr konnte vor lachen. Ich glaube es war irgendeine story über einen Kollegen. Leider weiß ich das nicht mehr genau, aber ich amüsierte mich mehr über seinen lachflash, als über die story an sich. So hatte ich ihn selten erlebt. Hier muss ich gerade aber an die Geschichte denken, wo wir in Sanien waren (könnt ihr euch noch daran erinnern? Wir waren dort gewesen, wegen der Hochzeit der Chefin meiner hostmum). Jedenfalls sind wir da in der Stadt gerumgelaufen und meinte den mexikanischen Akzent nachäffen zu müssen... M.'s genervte Blick dabei, war noch der Knaller schlechthin: "Argh... Jetzt macht er wieder diesen blöden mexikanischen Akzent nach..." Ich konnte nicht mehr vor lachen. 
Beim Dinnern wurde dann noch ausgemacht, dass ich den kommenden Mittwoch (jaa, mein letzter Mittwoch), bis 6.30pm arbeiten soll, weil ich Freitag ja in dem Sinne früher off bin, weil wir ja Marion, das neue Au Pair, abholen würden. Hier bemerkte ich mal wieder, dass sie es mit meiner Wochenarbeitszeit wieder sehr genau nahmen. :D

In meinem Zimmer habe ich dann noch meine Shuttles für meinen Reisemonat gebucht. Allerdings wollte ich Geld sparen und habe, wenn der Reisemonat zu Ende ist und ich wieder nach DC zurück fliege, um meine Koffer zu holen, kein Shuttle vom Reagon Airport zurück gebucht. Da kam ich nämlich nicht so spät an und vom Reagon war es mit der Metro echt keine große Sache.
Ja... damals saß ich also in meinem Zimmer, welches schon ziemlich leer geräumt war. 
Es ist echt jetzt echt witzig, was ich den nachfolgenden Au Pairs alles an Gegenständen vermacht habe und sie dies auch taten. Ich spreche hier von Dingen, die man sich irgendwie in dem Jahr angeschafft hat, aber von vorne herein wusste, dass man die nicht mit Heim nehmen kann. Dabei dachte ich an den Kosmetikspiegel oder die kleine Holzbox mit den verschiedenen Einteilungen zum Aufbwahren von Schmuck. Ich denke das Zimmer wird jedes Jahr etwas Neues ansammeln - und am Ende hat man eine kleine Ansammlung von den verschiedensten Au Pairs, die dort ihr Jahr verbracht haben. Als ich Hannah damals beim Packen und Ausmisten half, hatte ich Sachen in der Hand, wo ich des öfteren fragen musste: "Hannah, was ist das? Ist das dier? Nimmst du das mit?" Und sie dann nur: "Hmm... keine Ahnung, das lag hier schon herum, als ich eingezogen bin!" :D 

In diesem Sinne... ein echt toller, letzter Samstag als Au Pair.


XOXO Irina


Und hier noch ein paar Fotos:








1 Kommentar:

  1. Es ist so krass wie die Zeit verfliegt. Freue mich auf deine weiteren Beiträge und kann das 'Ende' nicht erwarten. Es ist bestimmt hart Von dtl aus weiter zu schreiben. Schließlich wird man immer wieder daran erinnert was man zurück gelassen hat. Hoffe du gehst besser damit um als ich. Aber bald hat mich Vegas wieder <3 400 Tage bis Vegas ❤️ Liebe Grüße Laura
    P.S lass mich ja nicht allzulange auf die restlichen Beiträge warten ��

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