Samstag, 27. September 2014

30.07. Tag 353 Tschüss, Hannah! Wir sehn uns in Hamburg! /Besuch Washington Monument

Viel passiert ist an diesem Tag!
Es war Mittwoch und am Vortag ist Hannah's und meine Freundin Lena in Deutschland angekommen. :O Ihr Flug ging am 28.07. von Virginia aus über Paris und ruck zuck war sie zurück in Deutschland. Das war auch meine Angst, die ich zu diesem Zeitpunkt schon hatte... alles wird mega schnell vorbei gehen... das ganze Jahr, was für viele schnell für manche aber auch langsam vorüber ging, wird innerhalb ein paar Stunden einfach vorbei sein... 7 - ca. 11 Stunden Flug - je nachdem wo sie in den USA gelebt haben, werden es für die meisten europäischen Au Pairs sein und 'zack' ist man wieder zurück in seinem 'richtigen' Zuhause und schläft in seinem eigenen Bett.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich alle 5 Minuten etwas anderes wollte... Es gab Momente, da freute ich mich gar nicht so richtig auf meinen Reisemonat und wollte einfach nur zurück nach Deutschland. Dann gab es wieder Minuten, wo ich ganz schnell nur noch an die West Coast wollte. An anderen Momenten wollte ich einfach nur noch die restliche Zeit in DC bei meiner Gastfamilie verbringen... jaaa, so ging das hin - und her und her- und hin...

Tschüss, Nachbarin! Gute Reise!
Es war so komisch mich von meiner liebsten und besten Au Pair Freundin an diesem Tag veranschieden zu müssen. Außerdem hatte ich im Hinterkopf: Ich habe nur noch 9 (!!!) Tage mit meiner Gastfamilie und davon nur noch 7 lächerliche Arbeitstage!!!! Uuuuund ich wusste außerdem, dass wir eben NICHT wussten, wann wir uns wieder sehen werden. Wird es Ende September schon wieder sein oder eher später?
Ich war nicht traurig an diesem Tag - ich freute mich eher riesig für Hannah, dass sie wieder nach Hause kann, weil sie nicht sooo viel Glück mit ihrer Gastfamilie hatte und ich war gespannt, was sie mir in ein paar Stunden von ihrer aufregenden Reise berichten wird... Wie wird das Gefühl sein sich von der Gastfamilie zu verabschieden und vorher den letzten Blick in sein Au Pair Zimmer zu werfen und im Shuttle zum Flughafen mit seinem vielen Gepäck zu sitzen? Was wird man denken, wenn man das letzte Mal auf das Haus schaut bevor man ins Shuttle steigt? Uuun was wird man denken, wenn der Blick nach draußen durch das Autofenster fällt und die letzten grünen Straßenschilder sieht und die letzten Nachbarschaften von DC?
Ich denke, es wird wie ein kleines Nahtod-Erlebnis sein... Man wird alles vom ersten Tag an nochmal revue passieren lassen, was man in seinem Au Pair Jahr erlebt hat. Und bei jedem wird eine andere Geschichte im Kopf ablaufen.
Ich war zu diesem Zeitpunkt seeehr gespannt, wie es bei mir sein wird. Bis dahin hatte ich ja meinen 21 tägigen Reisemonat noch dazwischen...

Letztes Panera Frühstück mit der tollsten Nachbarin!!! Unglaublich, aber wahr!
Mein hm arbeitete an diesem Mittwoch nicht von zu Hause aus, sondern ging erstmal zum Zahnarzt. Die Arme hatte wieder Probleme mit einer Plombe, obwohl sie auf nichts Festes gebissen hatte.
So machte ich meine kleine Maus ready für das Treffen mit Hannah. Die Kleine sollte so lamgsam daran gewöhnt werden morgens nicht mehr zu napen, damit sie mittags länger schläft. So passte das also alles wunderbar. Wir marschierten so also auch schon gegen 9.30am ganz gemütlich los und waren um kurz vor 10am in Hannah's und meinem Lieblings-Panera-Bread. Leider musste ich meinen Schatz ein bisschen länger beschäftigen, da Hannah nicht beikam. :D Als sie endlich eingetroffen war, hatten wir ein super schönes letztes breakfast mit unseren Lieblingsleckereien: Blueberry - und Chocolatechip Bagels, Yoghurt Parfait und Oatmeal mit Erdbeeren. *.* (Wenn ich jetzt so davon erzähle, könnte ich heulen. Ich vermisse Panera sooo sehr neee....)Y. mampfte auch ein bisschen Oatmeal von mir mit und Hannah erzählte von ihrer Gefühlslage.
Ich weiß gar nicht mehr genau um wie viel Uhr sie vom Shuttle abgeholt wurde, bevor sie ihr Gastkind mit ihrer schwedischen Nachfolgerin vom Sommercamp abholte. Das Frühstück konnten wir auf jedenfall noch genießen. 
Der letzte Weg zusammen bis zu "ihrem" Au Pair Auto (welches für Hannah übrigens die letzte Fahrt damit gewesen ist) war dann doch sehr komisch. Dort an der Straße verabschiedeten wir uns, da Hannah von dort aus gleich weiter fuhr und ich ja die Kleine dabei hatte. Nach der letzten Umarmung flossen auch dicke Tränen. :'(

Vorletzter Mittwoch genießen - Besuch im Washington Monument
Ja, tatsächlich war das übrigens mein vorletzter Mittwoch an diesem Tag - also auch mein vorletzter freier Nachmittag, den ich auch noch ordentlich in DC ausnutzen wollte.
Meine hm schaffte es nicht pünktlich um 4.30pm nach Hause, als ich Feierabend hatte, weil die Arme immer noch beim Zahnarzt hockte. Jiddy kam aber wie immer gegen 4.20pm und löste mich ab.

Ich machte mir noch nen leckeren Bagel, was mein dinner sein sollte und los ging es Richtung downtown. Um 8pm hatte ich nämlich ein Date mit dem Washington Monument. Das Wahrzeichen von DC erstrahlt nämlich in neuem Glanz: Knapp drei Jahre nach seiner Beschädigung bei einem Erdbeben ist das Washington Monument seit Mitte Mai wieder für Besucher geöffnet Kurz danach bestellte ich Tickets, denn ich freute mich riesig noch innerhalb meines Au Pair Jahresdoch noch hoch zu kommen. Es war ja eigentlich eh schon ein Riesengkück das Teil ohne Baugerüst erblicken zu können! Die meiste Zeit sah ich es nur im Gerüst und es sah seit November '13 total bescheuert aus, als das Gerüst allmählich ab kam... von der Form für Fotos zumindest!

Erinnert ihr euch? Photographie class November '13
Eig. hätte man sich ja freuen sollen, aber als das Gerüst immer mehr abkam, umso bescheuerter sah es leider aus. (Aussicht vom Old Post Offive Tower im Nobember '13)
Jedenfalls ergatterte ich noch Tickets und reservierte ebenfalls noch 2 Plätze für Anfang August- diesmal mittags damit ich den Ausblick nochmal im Tageslicht sehen konnte.  Michelle würde mich dabei begleiten.
Die Tickets kosten übrigens nichts! Es ist das gleiche Prinzip wie wenn man das Capitol besuchen möchte. Man muss Karten vorreservieren und man zahlt nur eine kleine Summe an Gebühren, weil man die Tickets nach Hause geschickt bekommt.

Also habe ich mich auf den Weg gemacht und bin bei Farragut North ausgestiegen, um meinen Lieblingsweg zum Weißen Haus zu gehen- sehr wahrscheinlich das letzte Mal...
Ich lief durch den Farragut Square zum Weißen Haus, schlenderte daran vorbei und machte mich auf den Weg zur Ellipse, wo ich hindurch ging, um zum Monument zu kommen. Dort war eine Menge los an diesem Nachmittag! Es wurde Baseball gespielt und Football, gepicknickt und da war einfach dieses amifeeling in der Luft, was ich sooo mochte. :)
Als ich genug davon hatte, lief ich durch meine Lieblingsecken in downtown bis ich gegen 7pm am Washington Monument eintraf. Davor setzte ich mich auf eine Wiese, schoss mein paar selfies - ich mit dem monument, und setzte mich dann auf die Wiese direkt davor. Während die Sonne ich den Sonnenuntergang beobachtete, aß ich meinen Bagel und beobachtete dabei ein paar Touristen, die man zu dieser Zeit ganz schön häufig antraf. Vor allem Deutsche natürlich.
Als es immer noch zu früh war, fragte ich am Eingang jedoch schon mal jemanden, wie das dann funktioniert. Kann ja sein, dass man besser schon ein paar Minuten eher da sein soll. War aber nicht der Fall und so schlenderte ich nochmal die 15th Straße entlang und aß ein Oreo Eis.
Ich kann mich soooo genau an alles erinnern, wie ihr feststellen könnt und ich schwöre, dass ich mir das alles nicht so aufgeschrieben habe.
Als es dann endlich kurz vor 8pm und es dunkel war, ging es nach dem Ticket vorzeigen, direkt mit einem Aufzug nach oben. Die Mitarbeiter waren alle sehr nett und es wurde Einiges zum Monument erklärt während ich mit anderen Besuchern bis an die Spitze des Monuments - oder auch Obelisken, fuhr. Oben angekommen - ca. 170 Meter, durfte man sich dann frei bewegen und konnte aus kleinen Fenstern aus jeder Himmelsrichtung über DC schauen. Auch ein bisschen von Virginia konnte man erblicken- ebenso wie den Reagon Flughafen. Es ist da oben sehr eng und deshalb gibt es nur so und so viele Tickets für eine bestimmte Uhrzeit!
Ein paar Stockwerke runter war noch ein kleines Museum, wo man Einiges über den damaligen Erdbeben, die Reparaturen und die Entstehung des Gebäudes erfuhr.
Was mir noch ganz gut gefiel, war, dass man nicht einfach mit dem Aufzug wieder nach unten gefahren ist, sondern dass es mit der kleinen Tour noch weiter ging.
Man stoppte im Aufzug nach unten alle Minuten mitten im Monument und man konnte aus den Aufzugfenstern heraus schauen. Denn der Innenraum des Monuments an den Wänden, ist mit hunderten Steinen verkleidet, wo jeder eine andere besondere Bedeutung hat- Geschenke an DC oder Steine, die für einen bestimmten Staat stehen, und etwas dazu erklärt wird.
Unten angekommen, hatte ich genau das wunderschön beleuchtete Capitol vor der Nase und ich musste erstmal stehen bleiben, weil mir wirklich fast Pipi in die Augen stieg. Es war so ein schöner Moment, weil ich wusste, dass es innerhalb meines Au Pair Daseins das letzte Mal war, wo ich es so sehen konnte.
Ich ging  rechts drum herum und konnte nun das tolle Lincoln Memorial bewundern, das ich auch so gerne mag. Ich knippste ein paar Fotos als Erinnerung und ging den Weg hinunter wieder Richtung downtown- vorbei an einer Bühne, wo gerade eine Big Band spielte. Ich lauschte ein bisschen und machte mich dann wieder auf den Heimweg.
Ein toller, gefühlvoller Tag ging zu Ende.

XOXO Irina




Meine berühmte "Öffentliche Private Toilette" Erinnert ihr euch? :D









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Im Washington Monument






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